Fast hundert Jahre lang haben die Menschen hier Fisch und Fleisch geräuchert. Wenn man ganz nah an die alte Holzfassade herangeht, kann man den Geruch riechen, der noch immer in den Wänden hängt.
Bauernhof mit Geschichte
Der Sjöbergsgården ist der einzige städtische Bauernhof in Falkenberg, der noch vollständig mit allen Gebäuden erhalten ist. Das lange, schmale Grundstück soll mindestens seit Ende des 18. Jahrhunderts bebaut sein. Der Hof liegt direkt neben der Storgatan, die mittelalterliche Ursprünge hat. Er hat seine ursprüngliche Form beibehalten, mit dem Wohnhaus zur Straße hin und einem geschlossenen Hof, der durch ein Nebengebäude vom Anbaubereich getrennt ist. So sahen im 19. Jahrhundert die meisten Bauernhöfe der Stadt aus.
Räucherkammer seit 100 Jahren
Der Name Sjöbergs laxrökargård stammt von der Familie Sjöberg, die den Hof in den 1830er Jahren kaufte und hier von 1857 bis 1955 eine Lachsräucherei betrieb. 1888 wurde die Landwirtschaft auf dem Hof eingestellt, und man konzentrierte sich ganz auf das Räuchern von Lachs. Die Räucherei befindet sich weiter unten auf dem Grundstück, in der Nähe von Ätran. Wenn Sie einen Blick hineinwerfen, können Sie die Feuerstelle sehen, in der Reis und Späne verbrannt wurden, um den Rauch zu erzeugen, der dem Fisch seinen Geschmack gab. Der Rauch sorgte auch dafür, dass der Fisch länger haltbar war. Wenn man durch die Stadt ging, wurde man vom Geruch von Wacholder und Rauch aus den Räucherkammern begrüßt.
Für die Zukunft konserviert
1971 kaufte die Gemeinde den Hof von dem damaligen Besitzer Hildur Borgström. Heute ist nur noch die Fassade der Räucherkammer gegenüber der Hamngatan zu sehen, und der Hof ist nicht für Besucher geöffnet.